Abfall von Einwegbechern

Geposted von Indrajit Shah am

Es wird kaum ein Gedanke an den Einwegbecher verschwendet, der zum Einsatz kommt, wenn die meisten Menschen ihr örtliches Café für ein nachmittägliches Stärkungsmittel ansteuern oder für einen Koffeinschub in einer Kaffeehauskette vorbeischauen. Tatsächlich wissen die meisten Menschen gar nicht, ob die verwendeten Einwegbecher umweltfreundlich oder recycelbar sind. Dieser Mangel an Bewusstsein hat zu einer besorgniserregenden Menge an Abfall von Einwegbechern geführt. Wissenschaftler haben gewarnt, dass es mehr als 30 Jahre dauern kann, bis sich Deutschlands Einwegbecher-Abfall zersetzt.

Einwegbecher-Abfall zersetzt

Rund 58 Milliarden Einwegbecher werden weltweit jedes Jahr genutzt, davon allein 2,5 Milliarden in Deutschland. Diese Menge an Abfall wäre kein großes Problem, wenn all diese Einwegbecher vollständig recycelt werden würden – aber aktuell passiert dies mit weniger als 0,25%. Im Vergleich, 50% der Aluminiumdosen und 57% der Plastikflaschen werden entsprechend recycelt.

 

Das Problem

Die meisten Einwegbecher, die in Deutschland verwendet werden, können nicht recycelt werden. Dies ist überraschend für viele Takeaway-Kaffeetrinker. Viele benutzen die Einwegbecher und nehmen an, dass das Recycling sich um den Abfall kümmert, aber leider ist dies nicht der Fall.

Der Großteil der verwendeten Einwegbecher in Deutschland wird aus Papier hergestellt, das mit Polyethylen chemisch behandelt wird, um diese wasserdicht zu machen – was großartig ist, wenn man bedenkt, dass die Hauptaufgabe von Polyehtylen ist, sicherzustellen, dass der Einwegbecher eine heiße Flüssigkeit sicher tragen kann. Doch diese Verschmelzung von Papier und Plastik macht es extrem schwierig für den Einwegbecher recycelt zu werden – es gibt aktuell nur eine Handvoll Einrichtungen in Deutschland, die das Plastik von dem Papier trennen können, weshalb der Großteil der benutzten Einwegbecher auf Deponien geschickt werden muss.

Die Folge dieses Mangels an Recycling ist die erhöhte Menge an neuem Rohmaterial, das benötigt wird, um Deutschlands jährlichen Bedarf an Einwegbechern zu decken – über 100.000 Bäume mussten gefällt werden; das ist einfach nicht tragbar.

 

Die Lösung

Um Deutschlands Abfall von Einwegbechern zu reduzieren, müssen Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs von Einwegbechern, die nicht vollständig recycelt oder kompostiert werden können, ergriffen werden.

Die Nutzung von vollständig biologisch abbaubaren Einwegbechern erweist sich als wirksame Methode zur Reduzierung der Menge an Einwegbechern auf Deponien. Biologisch abbaubare Einwegbecher können schnell in ihre einzelnen natürlichen Materialien zerlegt werden, ohne die Umwelt zu schädigen. Das bedeutet, selbst wenn sie nicht recycelt oder mit dem allgemeinem Lebensmittelabfall kompostiert werden, dann ist immer noch garantiert, dass sie sich im Deponieabfall schnell in ihre Einzelkomponenten zerlegen.

Biologisch abbaubare Einwegbecher werden zunehmend verfügbar und viele große Kaffeehausketten fangen an, diese statt reguläre Einwegbecher zu benutzen. Es ist zu hoffen, dass es mit einer besseren und leicht erhältlichen Alternative und unterstützenden Kaffeetrinkern möglich ist, sich von normalen nicht-recyclebaren und nicht-biologisch abbaubaren Einwegbechern zu entfernen und damit die schiere Menge der Einwegbecher, die sich auf Deponien befinden, zu verringern.

Biologisch abbaubare Einwegbecher

Was können Sie tun?

Obwohl Recycling von Einwegbechern nicht der erste Gedanke der meisten Lebensmittelunternehmen ist, stellt es ein Problem dar, das angegangen werden muss. Unwissenheit über das Recycling von Einwegbechern hat zu einem gigantischen Haufen Abfall geführt, der sich nicht so bald zersetzen wird. Es ist wichtig, dass Lebensmittelunternehmen die Notwendigkeit erkennen, sich von der Nutzung von nicht-recyclebaren und nicht-biologisch abbaubaren Einwegbechern zu entfernen.

Anstatt ein Café anzusteuern und jedes Mal einen neuen Einwegbecher zu verwenden, haben Sie als Konsument ebenso die Möglichkeit einen wiederverwendbaren Kaffeebecher zu benutzen. Dies bedeutet weniger Einwegbecher werden genutzt und letztlich weniger Abfall produziert.

Viele stehen hinter der Förderung von wiederverwendbaren Kaffeebechern. Es gibt Ansätze, wie zum Beispiel die Einführung von Steuern auf Einwegbecher; Berichte suggerieren aktuell, dass 25 Cent Gebühren auf Einwegbecher die Nutzung von wiederverwendbaren Alternativen um 3,4% erhöhen könnte. Es wird angenommen, dass dies auch die Anzahl an Einwegbechern, die in Deutschland verbraucht werden, um bis zu 300 Millionen senken könnte.


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